Pro und Contra

„Homeschooling“ in der zweiten Coronavirus-Welle? Das Risiko wächst

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  • Christian Deutschländer
    vonChristian Deutschländer
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KOMMENTAR PRO HOMESCHOOLING – Die Schul- und Kitaschließung war für Gesellschaft und Wirtschaft die härteste Corona-Maßnahme. Es ist völlig richtig, dass Präsenzunterricht deshalb jetzt in zweiten Welle eine sehr hohe Priorität hat. Endlos dehnbar ist der Regelrahmen aber nicht.

Wenn die Inzidenzen weiter so steigen, wird ein Punkt erreicht, an dem der Gesundheitsschutz für Schüler und Lehrer mehr wiegt. Die Infektionsrisiken sind zu unklar.

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Den offenen Schulen liegt eine Absprache zugrunde: Bei Verdachtsfällen und positiven Tests wird konsequent Quarantäne angeordnet. Das klappt, je nach Gesundheitsamt, nicht immer zügig genug. Vor allem aber werden regional bei den Reihentests Versprechen gebrochen. Es gibt eben doch einzelne Schulen, die niemanden testen: keine Reihentests, nicht mal ein Test bei Lehrern, die in Quarantäneklassen arbeiteten.

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Schon klar, dass die Kultusminister der Länder fröhlich verkünden, alles laufe prima. Sie werden ja alle paar Tage getestet, frieren nicht in engen Klassenzimmern, warten nicht auf vollmundig versprochene Luftfilter. Und ihre eigene Konferenz – ach! – haben sie aus Angst vor dem Virus ins Netz verlegt. Dabei hätten sie viel zu besprechen: Etwa, ob der Digitalunterricht nach sieben Monaten Corona, Herrgott noch mal, endlich auf die Beine gestellt ist. Um die Schulen offen zu halten, müssen Politik und Ämter ihre Hausaufgaben machen.

Christian.Deutschlaender@ovb.net

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