Projektreihe „Kunst und Kino“

Kunstverein Traunstein kooperiert mit Stadtkino Trostberg

Mit der neuen Filmreihe „Kunst und Kino“ wollen Herbert Stahl, Vorsitzender des Kunstvereins Traunstein (rechts), und Christoph Loster, Betreiber des Trostberger Stadtkinos, in für Künstler schwierigen Zeiten einen Raum für den Austausch über Kultur schaffen.
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Mit der neuen Filmreihe „Kunst und Kino“ wollen Herbert Stahl, Vorsitzender des Kunstvereins Traunstein (rechts), und Christoph Loster, Betreiber des Trostberger Stadtkinos, in für Künstler schwierigen Zeiten einen Raum für den Austausch über Kultur schaffen.

Ungewöhnliche Zeiten fördern neue Kooperationen: Angesichts der aktuell schwierigen Bedingungen für Kunstschaffende haben sich der Kunstverein Traunstein und das Trostberger Stadtkino für eine neue Projektreihe „Kunst und Kino“ zusammengetan.

Traunstein/Trostberg – Die neue Reihe startet am Donnerstag, 22. Oktober, um 20.15 Uhr mit der Vorführung des Films „Body of Truth“.

Die Dokumentation der Regisseurin Evelyn Schels von 2019 begleitet vier Künstlerinnen auf einer emotionalen Reise durch ihre Biographien: die serbische Performance-Künstlerin Marina Abramovic, die israelische Video- und Installationskünstlerin Sigalit Landau, die iranische Foto- und Film-Künstlerin Shirin Neshat und die deutsche Foto-Künstlerin Katharina Sieverding.

Personenzahl bei den Vorführungen begrenzt

Ihre Lebensgeschichten sind geprägt von gesellschaftlichen Konflikten und persönlichen Erfahrungen mit Krieg, Gewalt und Unterdrückung, die sie in Kunst verwandeln. Ihr Ausdrucksmittel ist dabei das Persönlichste, das sie haben: ihr Körper. Dazu Herbert Stahl, Vorsitzender des Kunstvereins Traunstein: „Der Film passt genau in den Themenbereich, den wir für unsere diesjährige Jahresausstellung auf der Burg in Tittmoning gewählt haben: bodyscan – Körper der Gesellschaft.“

Die Dokumentation bildet den Auftakt für eine Reihe weiterer Filme aus dem Bereich bildender und darstellender Kunst oder Architektur im Stadtkino Trostberg, wie Stahl betont. Start ist jeweils am letzten Donnerstag im Monat im großen Kinosaal, anschließend läuft der Film noch eine Woche im kleinen Saal. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln ist die Vorführung auf jeweils 35 bzw. zehn Personen beschränkt, so dass eine Anmeldung unter Telefon 08621/50 84 632 notwendig ist.

Zahlreiche Auszeichnungen für das Programm

Betreiber Christoph Loster, dessen Stadtkino in Trostberg bereits zahlreiche Auszeichnungen für sein Programm erhalten hat: „Uns ist es wichtig, gerade in dieser schwierigen Corona-Zeit Orte der Begegnung zu erhalten, an denen ein Austausch über Kultur und gesellschaftliche Themen stattfinden kann. Wir setzen dabei auch bewusst auf besondere oder Nischenfilme, die bestimmte Sichtweisen deutlich machen und damit die kulturelle Vielfalt beleben.“

Dazu gehört auch die Reihe monatlicher Kunst-Filme in Kooperation mit dem Kunstverein Traunstein. Nicht zuletzt dessen Offenheit gegenüber neuen Themen und Formaten hat die Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren stark anwachsen lassen.

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