Hospitation bei der Polizeiinspektion Traunstein

Drei Spitzensportler erweisen sich auch im Polizeiberuf als Gewinner

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Von links: Ramona Hofmeister, Philipp Nawrath und Stefanie Scherer.

Traunstein - Drei Spitzensportler der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Ramona Hofmeister, Stefanie Scherer und Philipp Nawrath, absolvierten ihre Hospitation bei der Polizeiinspektion Traunstein und freuen sich auf ein mögliches „Comeback“.

Die Meldung im Wortlaut:

Im April und Mai gaben sich drei Spitzensportler der Bayerischen Polizei bei der Polizeiinspektion Traunstein buchstäblich die Klinke in die Hand: Polizeimeisterin Ramona Hofmeister (aktuelle Weltcup-Gesamtsiegerin im Snowboard der Damen, Bronzemedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 2018 sowie Bronzemedaillengewinnerin bei den Weltmeisterschaften 2019) und Polizeiobermeister Philipp Nawrath (Biathlet mit bereits mehreren Weltcupstarts) absolvierten ihre jährliche Hospitation, um polizeipraktischen Erfahrungen zu sammeln und zu vertiefen. Polizeioberwachtmeisterin Stefanie Scherer (Biathletin mit Weltcuperfahrung), die sich noch in der Ausbildung befindet, leistete ihr Berufspraktikum ab und konnte sich einen Überblick über die Aufgaben des Polizeivollzugsdienstes bei der Traunsteiner Polizei verschaffen.

Für die drei Spitzensportler eröffnete sich während des Praktikums die willkommene Gelegenheit, die ansonsten wettkampffreie Zeit zu nutzen und zugleich wertvolle praktische Erfahrung im Polizeivollzugsdienst zu erlangen. Daneben war es aber auch für die Beamten der Polizeiinspektion Traunstein interessant zu hören, welche Entbehrungen der Spitzensport von den Athleten einfordert und wie der nicht einfache Spagat zwischen Beruf und Leistungssport zu meistern ist.

„Es freut mich sehr, dass wir beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd in dieser besonderen, aus dem polizeilichen Blickwinkel durchaus auch sehr anspruchsvollen Zeit, die Unterstützung von Spitzensportlern der Bayer. Bereitschaftspolizei erhalten haben. Körperliche Leistungsfähigkeit, geistige Beweglichkeit und Teamgeist sind Erfolgsfaktoren - im Sport und im Polizeidienst. Ich bedanke mich bei den beiden Polizeibeamtinnen und ihrem Kollegen recht herzlich für deren Engagement, Motivation und die stete Einsatzbereitschaft und wünsche ihnen für ihre sportliche, aber auch dienstliche Karriere alles erdenklich Gute!“, so Polizeipräsident Robert Kopp.

Professionell und fokussiert

Der Wechsel vom Wintersportgerät in die Uniform war für die drei Sportler dann auch nichts Neues. Sie sind seit Jahren im Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration für den Spitzensport.

Analog zu ihren angestammten Disziplinen, gingen die drei Sportpolizisten dann ihre einmonatige Praktikumszeit auch äußerst professionell und fokussiert an – dies losgelöst von der Tatsache, dass es dieses Mal nicht um Bestzeiten und Medaillen, sondern zum Beispiel um Falschparker und Ladendiebstähle ging. Neben der originären Tätigkeit im Streifendienst war es den Sportlern aber auch vergönnt, einen kurzen Blick über den Tellerrand hinaus zu werfen, zum Beispiel bei einer Stippvisite beim Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein.

Alles in allem wurde das Praktikum von den Beteiligten als äußerst kurzweilig und gewinnbringend empfunden. Alle drei Athleten waren sich einig, baldmöglichst eine „weitere freiwillige Strafrunde“ bei der Polizeiinspektion Traunstein drehen zu wollen.

Die Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion Traunstein würden sich ebenfalls freuen und die beiden Kolleginnen sowie den Kollegen gerne wieder willkommen heißen. Sie dürfen nämlich nicht nur für den Sport, sondern auch für den Polizeiberuf bei der Bayerischen Polizei als „Volltreffer“ und Gewinn bezeichnet werden.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: chiemgau24.de

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