Es brummt im BRK-Gebäude Schnaitsee: Trockner laufen nach Überflutung

Der große Übungsraum im Obergeschoss der BRK-Gebäudes stand unter Wasser und musste getrocknet werden. Jetzt verlegt Roland Liegl der Bodenbelag neu.
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Der große Übungsraum im Obergeschoss der BRK-Gebäudes stand unter Wasser und musste getrocknet werden. Jetzt verlegt Roland Liegl der Bodenbelag neu.

Vielen Bürgern ist es nicht entgangen, dass seit einiger Zeit aus der Schnaitseer BRK-Unterkunft Brumm-Geräusche zu hören waren. Die Ursache: Entlüftungs- und Trocknungsgeräte einer Spezialfirma.

Von Josef Unterforsthuber

Schnaitsee – Mitte Juli gab es zum Entsetzen der Verantwortlichen eine gewaltige Überschwemmung im Haus. Ausgelöst durch ein defektes Eckventil am Waschbecken im Obergeschoss-WC „wurde das Stockwerk nahezu komplett mit Heißwasser geflutet. Über die Steigeschächte und das Treppenhaus suchte sich das Wasser den Weg ins Erdgeschoss zu den Lagerräumen und zur Fahrzeughalle“, berichtet Bereitschaftsleiter Josef Lepschy im Gespräch mit der Wasserburger Zeitung.

Eigentlich durch Zufall wurde der Schaden laut Lepschy durch eine Störungsmeldung der Rauchwarnmelder bemerkt. Dem alarmierten Techniker einer Elektro-Firma sei das Wasser beim Öffnen der Haustüre sprichwörtlich entgegengelaufen. „Es wurden sofort Erstmaßnahmen zur Schadensbegrenzung eingeleitet. Mit Unterstützung von Fachfirmen und Pumpen der örtlichen Feuerwehr gingen unsere BRK-Helfer ans Werk, um Schlimmeres zu verhindern.“

Viel Eigenleistung

Ein hinzugezogener Schadensgutachter hat nach den Worten Lepschys die entsprechende technische Austrocknung des gefluteten Gebäudes angeordnet und den Gesamtschaden im mittleren fünfstelligen Betrag beziffert. Die Entfeuchtungsgeräte sind mittlerweile abgeschaltet. Nun werden Schritt für Schritt, Raum für Raum zuerst im Obergeschoss die Wasserschäden beseitigt. Die Dämmungen der Trockenbauwände werden wieder instandgesetzt, die Böden erneuert, Schränke, Möbel, Büro und Küche abgebaut und teilweise repariert und erneuert, Spachtel und Malerarbeiten durchgeführt und, und und… Unter Federführung einer Innenausbau-Firma werden hier viele Eigenleistungen der Bereitschaft und der Wasserwacht koordiniert.

Wenn auch die entstandenen Kosten überwiegend durch Versicherungen gedeckt sind, sei hier trotzdem ein großer Aufwand der Ehrenamtlichen ergänzend notwendig, so Lepschy. Das müsse alles „so nebenher“ im regulären Dienstbetrieb trotz Covid-19-Bedingungen und einer dünnen Finanz- und Personaldecke geschafft werden. Die Bereitschaft hoffe, dass die Räume alle bis zum Winter wieder uneingeschränkt für Gruppenabende, Kurse und Schulungen genutzt werden können. „Für jegliche Unterstützung wären wir hier dankbar“ appelliert Lepschy an alle Bürger.

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