Schnaitsee braucht 3,2 Millionen-Kredit für seine Projekte

Das Mammutprojekt Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Waldhausen beding eine Kreditaufnahme von 1,6 Millionen Euro.
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Das Mammutprojekt Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Waldhausen beding eine Kreditaufnahme von 1,6 Millionen Euro.

Einen Kredit in Höhe von 3,2 Millionen Euro will die Gemeinde Schnaitsee aufnehmen. Etwa die Hälfte davon sei für das Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Waldhausen vorgesehen, erklärte Kämmerer Bernhard Wolf in der jüngsten Gemeinderatssitzung in seinem Sachstandsbericht zum Haushalt 2020.

Von Josef Unterforsthuber

Schnaitsee – Das Mammutprojekt Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus wird gut die Hälfte des 3,2 Millionen-Kredits brauchen.

Der Rest des Betrags soll für Anschaffungs- und Investitionsausgaben genützt werden. „Die Kreditaufnahme ist allerdings noch nicht abgeschlossen, sodass die auf der Einnahmenseite stehende Summe noch auf null steht“, so Wolf.

Für das Feuerwehrhaus in Waldhausen wurden laut Kämmerer bis zum Stichtag rund 620 000 Euro ausgegeben. Dabei handele es sich um Abschlagszahlungen. Noch kein Gewerk sei fertig abgerechnet. Allerdings dränge die Gemeinde darauf, die Abrechnungen wegen der zeitlich begrenzten Mehrwertsteuer-Senkung bis zum 31. Dezember zu erhalten.

Wegen Pandemie stundet die Gemeinde Steuern

Insgesamt wurden im Verwaltungshaushalt in Höhe von 7,5 Millionen Euro bisher 65 Prozent der Einnahmen und 77 Prozent der Ausgaben getätigt. Im Vermögenshaushalt in Höhe von 5,5 Millionen Euro wurden wegen der fehlenden Einnahmen aus der Kreditaufnahme erst sieben Prozent der Einnahmen und 41 Prozent der Ausgaben getätigt.

Da der Ansatz bei der Gewerbesteuer sehr vorsichtig mit 1,4 Millionen Euro kalkuliert war, bedeuten die vorhersehbaren Einnahmen von 1,3 Millionen die Erfüllung von 92 Prozent, wie es im Bericht des Kämmerer weiter heißt. Wegen der Pandemie hat die Gemeinde verschiedenen Firmen rund 20 000 Euro gestundet.

Bankette wieder herrichten

Beim Straßenunterhalt wurden bei angesetzten 56 000 Euro bisher erst knapp 20 000 verbraucht. Hierzu regten der Zweite Bürgermeister, Franz Rieperdinger und Christian Huber die Verwendung für das Herrichten schadhafter Bankette und zur Reparatur einiger schadhafter Stellen im Gebiet Kirchstätt an.

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Bisher wurden zwei Baugrundstücke für insgesamt 183 000 Euro veräußert. Hier sind für heuer noch weitere Verkäufe geplant, um auch dem Ansatz von 500 000 Euro gerecht zu werden, hieß es in der Sitzung.

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