News-Ticker für die Region, Bayern und Deutschland

Coronavirus: RKI jetzt live ++ 11.287 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet

Die zweite Corona-Welle rollt. In Deutschland steigen die Fallzahlen. In mehreren EU-Ländern gelten drastische Einschränkungen. Auch in der Region gibt es strengere Regeln. Kann so eine rasante Ausbreitung in Deutschland verhindert werden?

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Update, 22. Oktober 2020, 9.55 Uhr:

RKI jetzt live

Gegen 10 Uhr informiert das Robert-Koch-Institut in einer Pressekonferenz über die Corona-Lage in Deutschland, aktuelle Infektionszahlen und -Entwicklungen.

Update, 22. Oktober 2020, 8.45 Uhr:

Corona-Neuinfektionen in Deutschland erreichen Rekordwert von 11.287

Berlin (dpa) - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10 000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 11 287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

Coronavirus: Gemeindezahlen in der Region +++ Fallzahlen für Bayern und Deutschland

Am Donnerstag vergangener Woche waren mit 6638 Fällen erstmals mehr als im Frühjahr gemeldet worden. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühling vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Mit Blick auf stetig steigenden Fallzahlen will das Robert-Koch-Institut am Donnerstag in einem Presse-Briefing im Online-Format zur Entwicklung der Pandemie in Deutschland informieren. RKI-Präsident Lothar Wieler hatte zuletzt den Ernst der aktuellen Lage betont.

Update, 21. Oktober 2020, 17.40 Uhr:

Gesundheitsminister Spahn hat Corona - Kabinett nicht in Quarantäne

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Wie das Gesundheitsministerium in Berlin mitteilte, wurde er am frühen Mittwochnachmittag positiv auf das Virus getestet. Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, hieß es in der Mitteilung. «Bislang haben sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt. Alle Kontaktpersonen werden aktuell informiert.» Er ist damit der erste Bundesminister, der sich nachweislich infiziert hat. Fotos zeigen, dass Spahn am Mittwochvormittag im Kanzleramt an der Kabinettssitzung teilnahm. Auf den Bildern ist Spahn mit einem Mund-Nasen-Schutz zu sehen.

Wie ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin auf Anfrage mitteilte, muss das Bundeskabinett deswegen nicht gesammelt in Quarantäne. Das Kabinett tage unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die darauf abzielten, dass auch im Falle der Teilnahme einer Person, die später coronapositiv getestet werde, eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer nicht erforderlich werde.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Update, 21. Oktober 2020, 17.27 Uhr

Privatfeier mit 34 Personen am Chiemseestrand aufgelöst

Am Mittwoch Nachmittag (21. Oktober 2020) erhielt die Polizeiinspektion Grassau eine Mitteilung, dass am Chiemsee Südufer eine Strandparty stattfindet. Dort würde angeblich ohne jegliche Einhaltung von Abstände oder Tragen von Schutzmasken gefeiert.

Auf Grund der aktuellen Infektionsentwicklung und der erhöhten Presse- und Medienberichterstattungen gingen die Einsatzkräfte zunächst von einem Fehlalarm aus und konnten vor Ort ihren Augen kaum trauen. Die Feierlichkeit fand tatsächlich statt. Eine Gruppe von mehr als 30 - durchwegs bereits älteren - Personen feierte eng zusammengerückt auf Bierbänken sitzend bei Föhnwetter am Uferbereich des Chiemsees. Sie hatten weder Schutzmasken auf noch irgendein Unrechtsbewusstsein bzw. Angst um ihre Gesundheit. 

Auf Ansprache der Polizeibeamten waren sie ohne Ausnahme durchwegs freundlich und verständnisvoll der Kontrolle bezüglich und lösten im Anschluss auch ohne Widerwillen ihre Feierlichkeit ein. Bei aller Kooperation bei der Kontrolle müssen nun alle Beteiligten mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige gem. dem Infektionsschutzgesetz rechnen.

In diesem Zusammenhang appelliert die Polizei nachdrücklich an alle, dass derartige Feierlichkeiten aktuell nicht mehr zulässig sind und vor allem nicht nur die eigene Gesundheit gefährden, sondern viel mehr ein Akt der Unsolidarität sind. Es wird wieder eine Zeit nach Coronabeschränkungen geben, dann können wir wieder frei feiern.

(Pressebericht der Polizeiinspektion Grassau)

Update, 21. Oktober 2020, 16.25 Uhr

40 Neuinfektionen im Kreis Traunstein

 Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 168 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 46,81. Seit der letzten Pressemitteilung am 20.10.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 40 Neuinfektionen eingegangen. Die Fälle kommen aus den Kontaktpersonennachverfolgungen bekannter positiver Fälle sowie aus dem privaten und familiären Umfeld. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich bei drei Personen um Reiserückkehrer, dabei sind zwei aus einem Risikogebiet. Weitere Ermittlungen und Kontaktaufnahmen werden aktuell durch das Gesundheitsamt Traunstein durchgeführt. Es liegen somit insgesamt 1628 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1372 Personen (eine Person mehr seit der Meldung vom 20.10.20). Derzeit werden fünf COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt.

Update, 21. Oktober 2020, 16.06 Uhr

LK Rosenheim: Kein klar eingrenzbares Ausbruchsgeschehen

Die Pflicht für Grundschüler, im Klassenzimmer eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, kann in den Grundschulen in Stadt und Landkreis Rosenheim aus rechtlichen und fachlichen Gründen nicht aufgehoben werden. Dies teilt das Landratsamt Rosenheim in einer Pressemitteilung mit. Nachdem einige wenige Landkreise bzw. kreisfreien Städte die landesweit verfügte Maskenpflicht für Grundschüler nicht umsetzen, wandten sich zahlreiche Eltern an das Landratsamt bzw. das Rathaus in Rosenheim, ebenso zu handeln.

Rechtliche Grundlage ist die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. In ihr ist unter anderem geregelt, dass bei Überschreiten der 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, Grundschüler auch im Klassenzimmer eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen. Dies unterstützt auch das Robert Koch-Institut in einer am 12. Oktober veröffentlichten Empfehlung zu Präventionsmaßnahem in Schulen während der COVID-19-Pandemie.

Eine Ausnahme lässt die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu. In Paragraf 25 a heißt es, die Neuinfektionen müssen auf ein klar eingrenzbares Ausbruchsgeschehen zurückzuführen sein. Dies ist in Stadt und Landkreis Rosenheim nicht der Fall.

Im Zeitraum vom 1. bis zum 20. Oktober wurden in elf Schulen im Landkreis und neun Schulen in der Stadt insgesamt 49 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Von den 20 Schulen waren sieben Grundschulen mit zehn Fällen betroffen. Insgesamt mussten rund 1.200 enge Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt werden.

Grundsätzlich gilt, dass Kinder seltener von einer Infektion betroffen sind als Erwachsene. Trotzdem werden inzwischen täglich Neuinfektionen gemeldet und es besteht der hinreichende Verdacht, dass es zu Infektionsübertragungen kommt. Hiervon betroffen sind alle Schularten und alle Jahrgangsstufen. Das in der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für eine Ausnahme geforderte klar eingrenzbare Ausbruchsgeschehen gibt es in Stadt und Landkreis Rosenheim nicht. Dies ist jedoch unabdingbare Voraussetzung für die Anordnung einer Ausnahmeregelung. Daher kann die Pflicht für Grundschüler, im Klassenzimmer eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, nicht aufgehoben werden.

Update, 21. Oktober 2020, 15.25 Uhr

Wasserburger Kathreinsmarkt ist abgesagt - Töpfermarkt in Kloster Au auch

Wasserburg – Jetzt ist es offiziell: Der Wasserburg Kathreinsmarkt am 22. November ist abgesagt. Diese Entscheidung teilte die Stadt mit. Tausende Besucher strömen Jahr für Jahr zum Kathreinsmarkt nach Wasserburg. Mit ihm beginnt traditionell das Weihnachtsgeschäft. Dicht an dicht schieben sich die Besucher gewöhnlich durch die Straßen und Gassen der Altstadt. „Das sind viel zu viele Menschen, um die nötigen Sicherheitsabstände einhalten zu können“, so die Stadtverwaltung. Gerade, weil derzeit die Infektionszahlen rasant ansteigen würden, sei eine Großveranstaltung generell nicht zu verantworten. Die Verwaltung habe sich deshalb in Absprache mit den Gesundheitsbehörden entschieden, den Kathreinsmarkt am 22. November abzusagen. Der Markt ist somit bereits der fünfte, der in diesem Jahr in Wasserburg der Corona-Pandemie zum Opfer fällt. (duc)

Gars – Der Töpfermarkt in Kloster Au wird jetzt doch nicht stattfinden. Die Leitung des Klosters Au wird in Anbetracht der Entwicklung der Corona-Zahlen im Landkreis die Genehmigung zur Durchführung der Veranstaltung widerrufen und das Veranstaltungsgelände nicht zur Verfügung stellen. Veranstalter Lobenstein hofft, „im nächsten Jahr unter erträglicheren Bedingungen den Töpfermarkt wieder durchführen zu können.“

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Corona-Wert im Landkreis Mühldorf steigt weiter auf jetzt 121,7

Um den Corona-Ausbrauch am Schlachthof Ampfing einzudämmen, hat das Landratsamt Mühldorf den Betrieb weiter herunterfahren lassen. Das teilte die Behörde nach Rücksprache mit der Regierung von Oberbayern und dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Das Gesundheitsamt hat zusätzlich zu den bisherigen Maßnahmen verschärfte Hygiene- und Abstandsregeln aufgestellt und noch engmaschigere Tests aller Mitarbeiter auf Corona angeordnet.

Der große Corona-Ausbruch in dem Putenschlachthof hat dazu geführt, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis seit dem vergangenen Freitag massiv auf 121,7 gestiegen ist; am Vortag lag er noch bei 120. Wie eine Sprecherin des Landratsamts Mühldorf betont, liegen die Zahlen mit 54,4 aber auch dann über dem Warnwert von 50, wenn der Schlachthof herausgerechnet werde. Schutzmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen würde auch ohne Schlachthof gelten.

„Bislang liegen keine Erkenntnisse vor, dass sich das Infektionsgeschehen am Schlachthof auf die übrige Bevölkerung übertragen hätte“, erklärte die Sprecherin. Insgesamt haben sich in den letzten sieben Tagen im Schlachthof in Ampfing 78 Personen infiziert, darüber hinaus sind im Landkreis weitere 63 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Seit gestern (20. Oktober 2020) sind 16 neue Corona-Fälle dazugekommen, nur einer aus dem Umfeld des Putenschlachthofs. Betroffen ist auch eine Kombi-Klasse der Grundschule Neumarkt-St. Veit am Standort Egglkofen; die Klasse des infizierten Kindes befindet sich bereits in Quarantäne. (hon)

Update 21. Oktober 2020, 15.36 Uhr

„Schweren Herzens“ wird das Lichterfest in Isen heuer abgesagt

„Schweren Herzens haben wir nun doch beschlossen, auch das 12. Lichterfest beim Gasthof Klement in Isen am Wochenende, 14. und 15. November, wegen der ständig erhöhten Corona-Fallzahlen und der derzeit unübersichtlichen Situation sicherheitshalber abzusagen beziehungsweise auf 2021 zu verschieben“, so lautet die Pressemitteilung der Veranstalter.

Sie hoffen, dass sie im kommenden wieder voll durchstarten können. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Irmgard Hibler und den beiden Kulturbeauftragten seien jedoch einige Änderungen beschlossen worden. Demnach soll der „StoffZirkus“ – sofern er Donnerstag bis Samstag, 4. bis 6. März 2021, stattfinden darf – ins Rathaus Isen verlegt werden, da hier die eventuell noch geltenden Abstandsregelungen leichter eingehalten werden können. Auch ist geplant, den „StoffZirkus“ Freitag und Samstag durch einen kleinen Frühlingsmarkt zu erweitern.

Der Leinenmarkt soll künftig im Meindl-Park in Isen stattfinden. Geplanter Termin: Samstag und Sonntag, 12. und 13. Juni 2021. Das Lichterfest soll beim Gasthof Klement bleiben.

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Update 21. Oktober 2020, 15.29 Uhr

Maskenpflicht in Rosenheim: Schilder und Bußgelder kommen

Seit Kurzem gilt eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen in Rosenheim. Wo das genau ist, das will die Stadtverwaltung bald mit Schildern ausweisen. Und dann kommen auch die Kontrollen. Gegen Maskenmuffel sollen dann auch Bußgelder verhängt werden.

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Update, 21. Oktober 2020, 15.15 Uhr

Neuinfektionen an Schulen und Kindertageseinrichtungen

Rosenheim – Das Gesundheitsamt hat eine Reihe von Neuinfektionen an Schulen und Kindertageseinrichtungen gemeldet. So ist zuletzt an den Berufsschulen I und II in Rosenheim, an der Franziska-Hager-Mittelschule Prien und am Kindergarten „Stadtmäuse“ in Rosenheim jeweils ein Mensch positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Alle engen Kontaktpersonen sind unter Quarantäne gestellt worden.

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Aktuell meldet das Gesundheitsamt außerdem einen neuen Fall aus einer Asylunterkunft in Raubling. Dort sind 58 Menschen aus dem engeren Umfeld unter Quarantäne gestellt worden, deren Einhaltung ein Sicherheitsdienst überwacht.

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Update 21. Oktober, 14.10 Uhr

Neue Corona-Warnstufe für Bayern im Gespräch

Ab einem Wert von 100 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen könnte es in Bayern neue automatische Corona-Beschränkungen geben. Das sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am heutigen Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag. Alles zu Söders Rede finden Sie an dieser Stelle.

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Update 21. Oktober, 11.48 Uhr

7595 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Berlin (dpa) - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Mittwochmorgen (21. Oktober) 7595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

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Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

«Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten», schreibt das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstag. «Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert.» Dazu zählt das RKI unter anderem Abstands- und Hygieneregeln auch im Freien, Lüften von Innenräumen und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - sei im Bundesschnitt auf 48,6 gestiegen.

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Update 21. Oktober, 8.37 Uhr

Söder gibt Regierungserklärung zu Corona-Krise im Landtag ab

München (dpa/lby) - Angesichts der immer weiter steigenden Corona-Zahlen in Bayern will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch (13.00 Uhr) eine Regierungserklärung im Landtag abgeben. Im Zentrum steht die weitere Strategie im Kampf gegen das Virus. Söder will dem Vernehmen nach vor allem auch an die Verantwortung und Vernunft jedes einzelnen appellieren, mitzuziehen, extrem vorsichtig zu sein und geltende Anti-Corona-Maßnahmen strikt einzuhalten.

Bayern liegt inzwischen insgesamt über dem bundesweit vereinbarten Warnwert von 50: Genau 51,72 Infizierte je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag gemeldet. Bundesweiter Spitzenreiter war der Landkreis Berchtesgadener Land. Dort gelten seit Dienstag um 14.00 Uhr die ersten Ausgangsbeschränkungen im Freistaat seit dem Lockdown im Frühjahr. Die eigene Wohnung darf nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden. Schulen, Kitas, Restaurants und Freizeiteinrichtungen aller Art mussten schließen. Die drastischen Einschnitte gelten zunächst bis zum 2. November.

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Update, 20. Oktober 20202, 17.54 Uhr

Stadt Rosenheim: „Mantelsonntag“ findet statt

Rosenheim - Der Simon- und Judäimarkt am Sonntag, 25.10.2020, findet wie geplant in der Innenstadt von 9 Uhr bis 18 Uhr statt. Der aufgrund der Corona-Pandemie stark eingeschränkte Markt erstreckt sich vom Ludwigsplatz, über den Max-Josefs-Platz, die Fußgängerzone, die Münchener Straße bis hin zur Bahnhofstraße. Auf dem Ludwigsplatz verkaufen die Rosenheimer Gärtner Grabschmuck für Allerheiligen.

Aufgrund der Marktveranstaltung dürfen die Einzelhandelsgeschäfte in der Zeit von 12 Uhr bis 17 Uhr geöffnet haben. Die Stadt bittet die entsprechenden Halteverbots- bzw. Sperrschilder genauestens zu beachten, da im Interesse eines geordneten Marktaufbaus verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge auf Kosten der Halter abgeschleppt werden müssen.

Im gesamten Marktbereich gilt die Maskenpflicht. Die Stadt Rosenheim appelliert an alle Besucherinnen und Besucher die bekannten AHA-Regeln (Abstand, Hygiene und Alltagsmaske) einzuhalten.

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Update, 20. Oktober, 17.48 Uhr

Landkreis Rosenheim: Neue Regelungen für Kindertageseinrichtungen

In den Kindergärten, Kindertagesbetreuungseinrichtungen, Heilpädagogischen Tagesstätten und vergleichbaren Einrichtungen im Landkreis Rosenheim gelten ab Mittwoch, den 21. Oktober coronabedingte Einschränkungen, die das Personal und die Gruppenbildung betreffen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung ist heute veröffentlicht worden. Sie tritt um 0 Uhr in Kraft.

In den oben genannten Einrichtungen gilt dann Stufe 2 des Rahmen-Hygieneplans. Das bedeutet, im Unterschied zu Stufe 1, dass das Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen muss. Zudem dürfen Einrichtungen keine offenen oder teiloffenen Konzepte mehr umsetzen. Stattdessen müssen feste Gruppen gebildet werden, damit im Falle eines Ausbruchsgeschehens die Nachverfolgbarkeit erleichtert wird. Die Kinder müssen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und auch Abstandsregeln nicht einhalten.

Weiterhin gültig ist im Landkreis Rosenheim eine Besuchsregelung für Patienten und Bewohner in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen. Sie dürfen pro Tag nur von einer Person besucht werden. Die einzig geltende Ausnahme betrifft Minderjährige. Sie dürfen von ihren Eltern gemeinsam besucht werden.

Diese neue Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum 1. November 2020. Die am vergangenen Freitag veröffentlichte Allgemeinverfügung wird um Mitternacht aufgehoben, da deren Inhalt überwiegend durch die Änderungsverordnung zur 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geregelt wird.

Zu beachten ist, dass nur – aufgrund der Überschreitung des Schwellenwertes von 50 – der Teilnehmerkreis bei privaten Feierlichkeiten wie insbesondere Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder maximal fünf Personen beschränkt ist.

Update, 20. Oktober 2020, 17, 24 Uhr

Neue Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim

Rosenheim - Die bayerische Staatsregierung hat mit der Verordnung zur Änderung der Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die Corona-Beschränkungen für Landkreise und Städte verschärft, deren 7-Tage-Inzidenz über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen liegt. Die Regelungen sind zum 19.10.2020 in Kraft getreten. Damit hat die städtische Allgemeinverfügung vom 16.10.2020 ihre Gültigkeit verloren. Wichtigste Änderung ist die Neuregelung für private Feierlichkeiten. Hier beträgt die Höchstgrenze ab sofort nicht mehr 25 Personen, sondern nur noch max. fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder zwei gemeinsame Hausstände unabhängig der Personenanzahl.

Ab morgen, 21.10.2020 gilt für die Stadt Rosenheim eine neue Allgemeinverfügung mit nachfolgenden Regelungen:

  • Der Besuch von Patienten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen wird auf täglich eine Person aus dem engeren familiären Umfeld und dem eigenen Hausstand beschränkt. Minderjährige Bewohner und Patienten können von Eltern oder Sorgeberechtigten jedoch auch gemeinsam, während fester Besuchszeiten besucht wrden. In Kindergärten, Kindertagesbetreuungseinrichtungen, Heilpädagogischen Tagesstätten und vergleichbaren Einrichtungen gelten die Infektionsschutzmaßnahmen der Stufe 2 des festgelegten Rahmen-Hygieneplans. In allen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung muss das Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bei offenen oder teiloffenen Konzepten müssen feste Gruppen gebildet werden.

Die gemäß § 25a Abs. 1 Nr. 1 der 7.BayIfSMV bestehende Maskenpflicht wird in der Stadt Rosenheim für folgende, stark frequentierte und öffentliche Plätze festgelegt:

  • - Alle Fußgängerzonen im Stadtgebiet (Max-Josefs-Platz, Münchner Straße, Salzstadel, Ludwigsplatz).  
  • - Auf den gesamten Marktflächen im Stadtgebiet, während der Durchführung von zugelassenen Marktveranstaltungen (Grüner Markt, Mantelsonntag).
  • Ausgenommen sind jeweils gastronomisch genutzte Flächen.

Ebenso wurde das gemäß § 25a Abs. 1 Nr. 8 der 7.BAyIfSMV verhängte Alkoholverbot ab 22 Uhr für folgende Plätze festgelegt:

  • - Alle Fußgängerzonen im Stadtgebiet (Max-Josefs-Platz, Münchner Straße, Salzstadel, Ludwigsplatz).
  • - Alle öffentlichen Grünanlagen und städtische Erholungsgebiete (Mangfallpark, Happinger Seen)

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Update, 20. Oktober 2020, 17 Uhr

129 aktive Corona-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 129 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 36,7. Seit der letzten Pressemitteilung am Montag, 19.10.20, sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 12 Neuinfektionen eingegangen. Die Fälle kommen aus den Kontaktpersonennachverfolgungen bekannter positiver Fälle sowie aus dem privaten und familiären Umfeld. Es liegen somit insgesamt 1588 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1371 Personen (zehn Personen mehr seit der Meldung vom 19.10.20). Derzeit werden drei COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt.

Update, 20. Oktober 2020, 16.50 Uhr

HERRENCHIEMSEE-LAUF 2020 wird kurzfristig abgesagt

Das Landratsamt Rosenheim hat die Genehmigung zur Durchführung des HERRENCHIEMSEE-LAUF am 24. und 25. Oktober 2020 zurückgezogen. Als Grund für diesen kurzfristigen Widerruf werden die steigenden Infektionszahlen im Landkreis Rosenheim und ganz Bayern angeführt.

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Update, 20.Oktober 2020, 16 Uhr

24 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 19. Oktober  24 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 20. Oktober 2020, 08:00 Uhr). Davon sind 20 Fälle dem Infektionsgeschehen am Putenschlachthof in Ampfing zuzuordnen. Die jetzt zu veranlassenden, weitergehenden Maßnahmen werden derzeit mit der Regierung von Oberbayern, dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der betroffenen Firma abgestimmt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 120. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 144 aktive Fälle, davon werden 4 Personen stationär behandelt.

Update, 20. Oktober 2020, 15.56 Uhr

Bayern nun insgesamt über der kritischen 50er-Marke

Erlangen (dpa/lby) - In Bayern infizieren sich nachweislich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus - der Freistaat liegt mittlerweile über dem bundesweit vereinbarten Warnwert von 50. Genau 51,72 Infizierte je 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Erlangen.

In allen Regierungsbezirken steigen die Zahlen. Oberbayern liegt mit dem sogenannten Inzidenz-Wert von 64 vorne, gefolgt von Schwaben (59,81) und Niederbayern (56,02). Unter der wichtigen 50er-Warnstufe liegen Unterfranken (45,01), die Oberpfalz (38,04), Mittelfranken (37,57) und Oberfranken (24,12).

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Update, 20. Oktober 2020, 13.38 Uhr

Ischgl will eines der sichersten Ziele im Alpenraum sein

Ischgl (dpa) - Der österreichische Wintersportort Ischgl, im März Hotspot bei der Verbreitung der Corona-Pandemie, will in der bevorstehenden Saison eines der sichersten Ziele im Alpenraum sein. «Die Erfahrungen des vergangenen Winters bestimmen unser Handeln für die Zukunft», betonten die Tourismus- und Seilbahn-Verantwortlichen am Dienstag. So habe die Silvrettaseilbahn AG zuletzt rund 700 000 Euro in Gesundheits- und Sicherheitsstandards investiert. Kameras sollen sofort über Gruppen-Bildung beim Anstehen aufklären. Zudem sollen Wartezeiten vorhergesagt und mit Kaltvernebelungsgeräten die Seilbahn-Kabinen desinfiziert werden.

Der Tourismusverband Paznaun-Ischgl habe gemeinsam mit den Skigebieten eine neue App pro Ort im Paznauntal entwickelt, die auch die Möglichkeit der Gäste-Registrierung in Restaurants einschließe, hieß es. Das System zum Testen von Gästen, Mitarbeitern und Einheimischen werde derzeit ausgebaut. Après-Ski werde es in diesem Winter in der bisher bekannten Form nicht geben. Geplant ist der erste Skitag in Ischgl am 26. November, Galtür soll am 5. Dezember, Kappl und See am 18. Dezember folgen.

Unterdessen wird das von der Bundesregierung lancierte Corona-Testprogramm für den Tourismus ausgeweitet, wie das Tourismusministerium der österreichischen Nachrichtenagentur APA mitteilte. Damit seien nun etwa auch Skilehrer, Bergführer, Reisebegleiter, Fremdenführer oder Privatzimmervermieter anspruchsberechtigt und könnten sich einmal pro Woche testen lassen. Für das seit Juli laufende Programm hat die Regierung bis Jahresende 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Bisher wurden 350 000 Tests bei rund 83 000 Mitarbeitern gemacht. 

Update, 20. Oktober, 13.30 Uhr

Keine Pflichttests für abreisende BGL-Urlauber

„Am Beispiel von Berchtesgaden sieht man, dass Gefahr im Verzug liegt.“ So bewertet Bayerns Statatsminister Dr. Florian Herrmann heute in einer Pressekonferenz die Corona-Situation in BGL. Man versuche nun den Anstieg der Infektionen einzudämmen. Die ergriffenen scharfen Maßnahmen scheinen jedoch nur für Bewohner des Landkreises zu gelten. Auf die Frage, ob denn nun Scharen von BGL-Urlaubern ungetestet abreisen würden, antwortet der Minister: „Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen, sich testen zu lassen oder nicht.“ Er verwies auf die Teststationen in BGL, die auch Touristen offen stünden.

Update 20. Oktober, 8.40 Uhr:

Huml begrüßt Ausgangsbeschränkungen im Berchtesgadener Land

München (dpa/lby) - Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die Ausgangsbeschränkungen im Kreis Berchtesgadener Land als richtigen Weg bezeichnet. «Schnell steigende Corona-Zahlen ohne offensichtliche klare Infektionsherde erfordern ein schnelles Durchgreifen», teilte die Ministerin am Dienstag in München mit.

Ab 14.00 Uhr gelten in der Region an der Grenze zu Österreich die ersten Ausgangsbeschränkungen seit den Kontaktsperren im Frühjahr. Die Menschen dürfen die eigene Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage.

«Die Maßnahmen sind zwar ohne Frage einschneidend», sagte Huml. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen müsse die Notbremse gezogen werden.

Der Landkreis lag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Montagabend bei 272,8. Das ist bundesweiter Spitzenwert.

Debatte um Grenzschließung wegen Corona - Bayern schließt nichts aus

Berlin/München (dpa) - Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Europa hält es Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für möglich, dass man wieder über Grenzkontrollen sprechen muss. «Die Diskussion um verstärkte Grenzkontrollen könnte wieder aufflammen, falls das Infektionsgeschehen in den Nachbarländern außer Kontrolle gerät», sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). «Gleichzeitig haben wir die engen wirtschaftlichen Beziehungen mit intensivem Pendelverkehr von Arbeitnehmern, etwa mit Tschechien und Österreich, im Blick.» In Tschechien war die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt sprunghaft gestiegen. Auch in Österreich steigt die Zahl der Neuinfektionen wie praktisch überall in Europa.

Update 19. Oktober, 18.29 Uhr:

Schulen und Kitas im Berchtesgadener Land müssen schließen

Bad Reichenhall (dpa) - Im Landkreis Berchtesgadener Land müssen angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen Schulen und Kitas schließen. Es soll lediglich eine Notbetreuung geben, wie Landrat Bernhard Kern am Montagabend in Bad Reichenhall sagte.

Dies sind bayernweit die ersten umfassenden Schul- und Kita-Schließungen seit mehreren Monaten. Die Allgemeinverfügung gilt von Dienstagmittag an zunächst für zwei Wochen.

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Maskenpflicht an Schulen im Raum Rosenheim: Eltern warnen – Kinderpneumologe beruhigt

In Rosenheim deutet alles darauf hin, dass noch in dieser Woche eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen verhängt wird. Die entsprechende Verordnung sei in Vorbereitung, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mit.

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Update 19. Oktober, 13.30 Uhr:

2 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 18. Oktober  2 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 19. Oktober 2020, 08:00 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Coronavirus: Gemeindezahlen in der Region +++ Fallzahlen für Bayern und Deutschland

Die 7-Tage-Inzidenz in der Region

Mit Stand 19. Oktober liegt der Wert der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen laut Robert-Koch-Institut

in der Stadt Rosenheim bei 88,1

im Landkreis Rosenheim bei 64,3

im Landkreis Mühldorf bei 104,4

Corona-Wert auch ohne Schlachthof hoch

Für den rasanten Anstieg der Corona-Infektionen kann das Landratsamt Mühldorf keine konkreten Gründe nennen. „Ursache für die derzeitigen Infektionsfälle sind einerseits der Ausbruch am Schlachthof, andererseits eine ganze Reihe von Fällen, bei denen durch normale häusliche Kontakte auch Familienmitglieder und Bekannte angesteckt wurden“, heißt es auf Anfrage aus dem Landratsamt. Weder Reiserückkehrer, noch illegale Parties oder Familienfeiern seien als Hotspot auszumachen.

Auslöser für den rasanten Anstieg des Sieben-Tage-Werts Ende der vergangenen Wochen waren Infektionen im Putenschlachthof Ampfing. Rechnet man diese Infektionen raus, bleibt der Landkreis trotzdem bei einem Wert von über 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner, sagte Landrat Maximilan Heimerl. „Derzeit liegt die Sieben-Tages-Inzidenz auch ohne die positiven Fälle aus dem Putenschlachthof in Ampfing bei 53,5. Deshalb sind Maßnahmen nötig, die auf den ganzen Landkreis bezogen sind und im ganzen Landkreis wirken.“ Der tatsächliche Inzidenzwert liegt bei 104,4.

Derzeit sind laut Landratsamt 125 Menschen akut infiziert, davon liegt keiner im Krankenhaus.

Bei Reihentests im Schlachthof Waldkraiburg sei nur ein positiver Fall aufgetreten, 400 Menschen wurden getestet. Zur Teststation in Waldkraiburg kamen 173 Menschen, einer war positiv. hon/sb

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Update 19. Oktober, 12.41 Uhr:

Söder: Praktischer «Lockdown» für Kreis Berchtesgaden

Nürnberg (dpa/lby) - Im Kampf gegen die extrem gestiegenen Corona-Infektionszahlen im Landkreis Berchtesgaden will Ministerpräsident Markus Söder(CSU) praktisch einen «Lockdown» verhängen. Es werde ein Maßnahmenpaket geben, «das einem Lockdown entspricht», sagte Söder.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) solle gemeinsam mit dem Landkreis und der Regierung von Oberbayern die Details ausarbeiten. Im Kreis Berchtesgaden lag die Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen am Montag laut Robert Koch-Institut bei 252. Dies ist einsamer Rekord in Bayern.

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Update 19. Oktober, 10.29 Uhr:

Söder zu 2. Lockdown

Nürnberg (dpa) - CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. «Wir brauchen eine allgemeine Maskenpflicht national», sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.

Corona: Wo grassiert aktuell das Virus am stärksten? Mehr als 50 Kreisen drohen jetzt strengere Regeln

Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und in Schulen gelten, sagte Söder, in Grundschulen und Horten ab der Marke 50. Und: Söder forderte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 eine bundesweite Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

Bislang sei Deutschland ohne einen neuen Lockdown ausgekommen, sagte Söder. Wenn dies so bleiben solle, müsse man nun «ernsthaft gemeinschaftliche Maßnahmen ergreifen». Wenn es nicht gelinge, die Infektionszahlen zu drücken, könnten Kontakte nicht mehr nachverfolgt werden. Und wenn Kontakte nicht mehr nachverfolgt werden könnten, brauche es am Ende Kontaktbeschränkungen. «Das ist dann die Vorstufe eines Lockdowns», warnte er. Den wolle keiner. «Aber wir nähern uns dieser Situation wieder mit großen Schritten in ganz Deutschland.»

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Update 18. Oktober, 15.24 Uhr:

Region bleibt Risikogebiet – Warnwert in Mühldorf über 100

München (dpa/lby) - Fast in der Hälfte der bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte gelten wegen stark steigender Corona-Zahlen nun eine striktere Maskenpflicht, verschärfte Kontaktbeschränkungen und Sperrstunden in der Gastronomie. Die strikteren Regeln gelten automatisch überall dort, wo die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen den Wert 35 beziehungsweise 50 übersteigt.

Corona-Regeln für Stadt und Landkreis Rosenheim – Maskenpflicht jetzt auch für Grundschüler

Die Liste der betroffenen Kreise und kreisfreien Städte will das Gesundheitsministerium ab sofort täglich um 15.00 Uhr auf seiner Homepage veröffentlichen - die verschärften Regeln gelten dann jeweils ab dem Tag darauf. Am Samstag waren 42 Kommunen über dem Wert 35, 20 davon sogar über dem Wert 50.

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Update 16. Oktober, 18.45 Uhr:

Polizei will ab Samstag neue Maskenpflicht strenger kontrollieren

München (dpa/lby) - Ab Samstag erhöht Bayerns Polizei den Druck auf alle Maskenmuffel im Freistaat. «Wir müssen alles unternehmen, um die sprunghafte Ausbreitung des hochgefährlichen Virus einzudämmen und gleichzeitig einen Lockdown zu verhindern», sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Lesen Sie auch: Sperrstunde, Treffen, Maskenpflicht – Neuen Corona-Regeln für die Region

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Update 16. Oktober, 15.38 Uhr:

Das sind die neuen Corona-Regeln für den Landkreis Rosenheim

Mit einer weiteren Allgemeinverfügung reagiert der Landkreis Rosenheim auf die Überschreitung des Grenzwertes von Neuinfektionen mit dem Coronavirus von 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Die Allgemeinverfügung tritt am Samstag, den 17. Oktober um 0 Uhr in Kraft.

  • Im öffentlichen Raum sowie in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken dürfen sich Angehörige eines Hausstandes sowie eines weiteren Hausstandes oder Gruppen von maximal fünf Personen treffen.
  • Für anlassbezogene Veranstaltungen und nicht öffentliche Veranstaltungen wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Vereins- und Parteisitzungen wird die Höchstzahl an zulässigen Teilnehmern auf maximal 25 Personen in geschlossenen Räumen beschränkt. Bei Veranstaltungen dieser Art, die vollständig im Freien stattfinden, liegt die Höchstzahl bei 50 Personen.
  • Sperrstunde: In Gaststätten dürfen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr keine Speisen und Getränke zum Verzehr vor Ort abgegeben werden.
  • Patienten und Bewohner in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen dürfen pro Tag nur von einer Person besucht werden. Einzige Ausnahme, bei Minderjährigen dürfen die Eltern ihr Kind gemeinsam besuchen.

Die Allgemeinverfügung gilt zunächst vom 17. bis zum 25. Oktober.

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Update 16. Oktober, 15.06 Uhr:

Lehrer in Traunstein positiv getestet

Pressemeldung des Landratsamtes Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 108 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 23,12.Seit der letzten Pressemitteilung am 15.10.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 11 Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich bei allen Fällen um Infektionen innerhalb des privaten und familiären Umfelds, die keinem bestimmten Infektionscluster zuzuordnen sind.

Alle aktuellen Zahlen für die Gemeinden in Stadt und Landkreis Rosenheim finden Sie hier.

Es liegen somit insgesamt 1554 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1358 Personen (drei Personen mehr seit der Meldung vom 15.10.20). Derzeit werden vier COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt.

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Update 16. Oktober, 14.30 Uhr:

15 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 15. Oktober  15 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 16. Oktober 2020, 08:00 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Coronavirus: So verschärft der Landkreis Mühldorf die Beschränkungen

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 775 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 648 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 83,7. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 100 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

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Update 16. Oktober, 14.12 Uhr:

Eggstätt und Rosenheim mit den meisten Neu-Infektionen

196 neue Coronavirus-Infektionen binnen sieben Tagen: Das gab es in Stadt und Landkreis Rosenheim seit Monaten nicht. Dabei sind einige Gemeinden besonders stark vom Anstieg betroffen.

Verglichen mit der Einwohnerzahl gibt es die mit Abstand meisten Neu-Infektionen in Eggstätt. Bei 39 registrierten Coronavirus-Fällen springt dort Zahl der Corona-Infektionen pro 1000 Einwohner binnen einer Woche von 10 auf 23. Der sprunghafte Anstieg geht zurück auf einen Ausbruch in einem Eggstätter Pflegeheim, wo gestern 27 Infektionen bekannt geworden waren.

Zwar registriert Rosenheim in absoluten Zahlen mit 48 die meisten Neu-Infektionen. Verglichen mit der Einwohnerzahl bedeutet das allerdings lediglich einen Anstieg um einen Fall pro 100 Einwohner.

Die drei Gemeinden mit den meisten neuen Corona-Fällen:

  • Rosenheim +48 (+1 pro 1000 Einwohner)
  • Eggstätt +39 (+13)
  • Kolbermoor +14 (+1)

Alle aktuellen Zahlen für die Gemeinden in Stadt und Landkreis Rosenheim finden Sie hier.

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Update 13.10 Uhr:

Corona-Beschränkungen für die Stadt werden verlängert

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Rosenheim. Für die Stadt Rosenheim liegt der Wert der 7-Tage-Inzidenz nach wie vor über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Die Corona-Beschränkungen werden daher um eine Woche bis zunächst 23. Oktober verlängert. Neben den bisherigen Regelungen kommt noch hinzu, dass der Besuch von Patienten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen auf täglich eine Person aus dem engeren familiären Umfeld und dem eigenen Hausstand, bei Minderjährigen auch von den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam, während einer festen Besuchszeit beschränkt wird und der Sperrzeitbeginn auf 22 h vorverlegt wird.

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Möglicherweise müssen die Beschränkungen im Laufe der nächsten Woche nochmal den aktuellen Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung angepasst werden, sobald die entsprechenden Rechtsgrundlagen vorliegen.

In Rosenheim gelten zunächst folgende Bestimmungen weiter:

  • 1.   Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum wird auf Gruppen von bis zu fünf Personen beschränkt. Weiterhin dürfen sich auch zwei Hausstände im öffentlichen Raum aufhalten, auch wenn sie mehr als fünf Personen in der Gesamtpersonenzahl ergeben.
  • 2.   Der Teilnehmerkreis von Zusammenkünften ohne besonderen Anlass in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken wird auf Gruppen von bis zu fünf Personen beschränkt. Auch hier ist wie bisher das Treffen von zwei getrennten Hausständen zulässig, auch wenn die Gesamtzahl von fünf Personen überschritten wird. Bei den Zusammenkünften ohne besonderen Anlass handelt es sich um Treffen, die nicht unbedingt notwendig sind und sich problemlos verschieben lassen, wie z.B. gemeinsames Grillen, Kaffeetrinken oder der Spieleabend.
  • 3.   Die zulässige Anzahl der Teilnehmer an sogenannten „Privat-Veranstaltungen“, wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Beerdigungen, Vereins- und Parteisitzungen wird auf max. 25 Personen in geschlossenen Räumen oder auf bis zu max. 50 Personen unter freiem Himmel beschränkt.
  • 4.   In privaten Räumen sind keine Feierlichkeiten mit mehr als 25 Teilnehmern erlaubt.
  • 5.   Der Konsum von Alkohol in den Fußgängerzonen, den öffentlichen Grünanlagen und den städtischen Erholungsgebieten (Mangfallpark, Happinger Seen) wird untersagt.
  • 6.   Die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle ist in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt.
  • 7.   Verstöße gegen diese Allgemeinverfügung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 EUR geahndet werden kann.

Folgende Bestimmung für Rosenheim gilt ab Samstag, 17. Oktober neu:

Der Besuch von Einrichtungen wie Kliniken, Alten- und Pflegeheimen sowie vergleichbaren Einrichtungen wird auf täglich eine Person aus dem engeren familiären Umfeld bzw. dem eigenen Hausstand, bei Minderjährigen auch von den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam, während einer festen Besuchszeit beschränkt.

Die Stadtverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Regelungen ggf. zeitnah wieder angepasst werden müssen, wenn die rechtliche Umsetzung der gestern durch die Staatsregierung beschlossenen Beschränkungen vorliegen. So könnten dann unter Umständen auch Privatfeiern noch weiter eingeschränkt werden hinsichtlich der Personenanzahl.

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16. Oktober, 12.30 Uhr:

3660 Infektion im Landkreis Rosenheim seit Beginn der Pandemie

Rosenheim – Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand (8. Oktober) wurden dem Gesundheitsamt 196 neue Coronavirus-Infektionen für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Allein am Donnerstag, 15. Oktober, waren es nach Auskunft der Behörde 57 Fälle. Diese Fallzahl wurde zuletzt am 16. April erreicht.

Seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr sind insgesamt 3660 Coronavirus-Infektionen in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2845, Stadt: 815). Mittlerweile wurde bei mindestens 3062 Personen eine Genesung dokumentiert.

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Die 7-Tages-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 16. Oktober für die Stadt Rosenheim bei 73,96, für den Landkreis Rosenheim bei 57,02.

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass seit dem 14. Oktober nun auch im Landkreis Rosenheim die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen mit nun 57,0 über dem Schwellenwert von 50 liegt. Seit Ende April wird somit erstmals wieder sowohl für Stadt als auch für den Landkreis der Schwellenwert überschritten.

Infektionsketten teils außer Kontrolle

Weiter heißt es im Wochenbericht des Gesundheitsamtes: Auf die steigenden Infektionszahlen reagieren Stadt und Landkreis Rosenheim in Abstimmung mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim mit verschärften Maßnahmen, die mittels Allgemeinverfügungen die Allgemeinbevölkerung betreffen.

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Ab dem 10. Oktober wurden für die Stadt Rosenheim und heute werden für den Landkreis Rosenheim Maßnahmen nach der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung per Allgemeinverfügung angeordnet. Dies sei erforderlich, weil Infektionsketten teilweise nicht mehr nachvollzogen werden könnten.

Leiter des Gesundheitsamtes: Sind „mitten in der zweiten Welle“

An den weiterführenden Schulen in Stadt und Kreis wird Stufe 2 des Rahmen-Hygieneplans des bayerischen Kultursministeriums eingeleitet eingeleitet. Die Schülerinnen und Schüler werden zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch während des Unterrichts verpflichtet, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann. Hiervon sind bislang die Grundschulen nicht betroffen, so das Gesundheitsamt.

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„Der plötzliche bundesweite Anstieg der Fallzahlen bereitet dem Gesundheitsamt erhebliche Sorgen“, sagt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes. „Parallel dazu sehen wir einen zunehmenden Anstieg auch im Stadt- und Landkreisgebiet. Die Lage ist sehr ernst, wir befinden uns aktuell mitten in der zweiten Welle.“

Hierl: Überlastung der Kliniken verhindern

Hier weiter: „Ziel muss sein, eine Überlastung der Krankenhäuser in unserer Region sicher zu verhindern. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln.“

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa - John Macdougall

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