Rosenheim: So viele neue Coronavirus-Fälle wie seit Mitte Mai nicht mehr

Coronavirus ? Sachsen
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Bei Coronatests in Stadt und Kreis Rosenheim wurden in der letzten Juliwoche so viele Neu-Infektionen entdeckt wie lange nicht mehr.

Es sind so viele Neu-Infektionen mit dem Coronavirus in Stadt und Kreis Rosenheim wie seit Mitte Mai nicht mehr. 20 neue Coronavirus-Fälle meldet das Rosenheimer Gesundheitsamt. Die meisten Fälle pro Einwohner hat eine Gemeinde im östlichen Landkreis.

Rosenheim – Die Zahl der täglichen Neuerkrankungen bewegt sich in Stadt und Landkreis Rosenheim derzeit noch im einstelligen Bereich, meldet das Gesundheitsamt Rosenheim. Allerdings habe die durchschnittliche Fallzahl im Vergleich zu den letzten Wochen zugenommen. "Insbesondere familiäre Häufungen haben bislang zu der Steigerung der Fallzahlen beigetragen", so die Pressemitteilung.

Die Coronavirus-Neuinfektionen in den Gemeinden

  • Bruckmühl +1
  • Kolbermoor +3
  • Riedering +6
  • Rosenheim +8
  • Stephanskirchen +1
  • Wasserburg +1

Die meisten Neu-Infektionen auf die Einwohnerzahl gerechnet gibt es damit in Riedering. Die Simssee-Gemeinde seit Mitte April (so lange werden Fallzahlen auf Gemeindeebene veröffentlicht) nicht mehr so viele Neu-Infektionen binnen einer Woche.

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Um von einer Trendumkehr zu sprechen, sei noch zu früh, so das Rosenheimer Gesundheitsamt. Kritisch betrachten die Behörden das Verhalten der Menschen in der Region. Teilweise sei in der Bevölkerung zu beobachten, dass Abstandsregeln nicht mehr konsequent eingehalten werden und Mund-Nasen-Bedeckungen nicht korrekt getragen werden.

Gesundheitsamt appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten

"Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit", sagt Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Gesundheitsamts. Und weiter: "Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein; wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen!“

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Er appelliert an die Menschen, die Corona-Warn-App zu installieren. Das Programm sei ein "wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Pandemie". Solange kein Impfstoff vorhanden sei, könne eine zweite Infektionswelle nicht ausgeschlossen werden.

In ganz Deutschland steigen die Falltzahlen wieder stärker an. Für Donnerstag, 30. Juli, hatte das Robert-Koch-Institut bundesweit 902 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus registriert. So viele hatte es zuletzt Anfang Juli gegeben.

Bayern hat derweil eine neue Corona-Testoffensive gestartet. In der Nähe der Grenzübergänge an der A8 (Rasthof Hochfelln) und an der A93 (Kiefersfelden) sind Corona-Testzentren in Betrieb gegangen. Urlaubsrückkehrer können sich dort kostenlos testen lassen. (re/ki)

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