Coronavirus: 38 neue Fälle in Rosenheim – Lage im Kreis Mühldorf entspannter

Coronafälle in Stadt und Landkreis Rosenheim - Stand 11. September 2020.
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Coronafälle in Stadt und Landkreis Rosenheim - Stand 11. September 2020.

Die Coronavirus-Fallzahlen in Rosenheim sind nach wie vor hoch. 38 Neuinfektionen wurden dem Gesundheitsamt im Zeitraum vom 4. bis 11. September gemeldet. In 20 Gemeinden im Landkreis gibt es neue Fälle. Das Gesundheitsamt ordnet neue Maßnahmen an.

Update 11. September, 15.55 Uhr

Neu gemeldete Coronavirus-Infektionen im Landkreis Mühldorf

Etwas entspannter als in der Region Rosenheim ist die Corona-Lage im Landkreis Mühldorf. Binnen Wochenfrist wurden dort 26 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Die meisten davon in Waldkraiburg, wo die Behörden seit dem 4. September 8 neue Fälle registrierten.

Die Fälle im Kreis Mühldorf (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Ampfing +4
  • Gars +1
  • Haag +2
  • Heldenstein +3
  • Mühldorf +2
  • Neumarkt-St. Veit +2
  • Oberneukirchen +2
  • Obertaufkirchen +1
  • Rattenkirchen +1
  • Waldkraiburg +8

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Die Erstmeldung vom 11. September, 13 Uhr

Rosenheim – Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 3. September (24 Uhr) wurden dem Gesundheitsamt 86 neue Coronavirus-Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Das bedeutet im Vergleich zur Vorwoche (52 Fälle) einen Anstieg um 34.

In folgenden Gemeinden wurden den Behörden neue Coronavirusfälle binnen einer Woche gemeldet (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Bad Aibling +7
  • Bad Endorf +2
  • Bad Feilnbach +2
  • Breitbrunn +1
  • Bruckmühl +3
  • Eggstätt +1
  • Großkarolinenfeld +1
  • Kiefersfelden +4
  • Kolbermoor +9
  • Neubeuern +1
  • Pfaffing +1
  • Prien +2
  • Prutting +1
  • Raubling +3
  • Riedering +2
  • Rohrdorf +1
  • Rosenheim +38
  • Schechen +1
  • Soyen +1
  • Stephanskirchen +3
  • Wasserburg +1

Bisher sind insgesamt 3168 Fälle von Coronavirus-Infektionen in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2492, Stadt: 676). Mittlerweile wurde bei mindestens 2820 Personen eine Genesung dokumentiert.

Überblick über die Coronazahlen für die einzelnen Gemeinden

222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Ein COVID-19-Patient wird aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär auf Normalstation behandelt, kein Patient befindet sich derzeit auf einer Intensivstation.

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Die 7-Tages-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 11. September (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 60,01 – für den Landkreis Rosenheim bei 18,39.

Vom 1. August bis zum 10. September wurden für die Stadt Rosenheim 135 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren nach Angaben des Rosenheimer Gesundheitsamtes 111 Personen (= 82%) Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden von insgesamt 38 Fällen 28 Reiserückkehrer positiv getestet. 

Für Coronakranke wird umgehend häusliche Quarantäne angeordnet

Dies führt nach Angaben der Behörde dazu, dass der Wert der 7-Tages-Inzidenz für die Stadt Rosenheim auf 60,01 angestiegen ist. Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert: "Alle positiv getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag."

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Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen habe man umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet. Darüber hinaus wurde sowohl in Stadt und Landkreis Rosenheim eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der geregelt wird, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten einen zweiten Test in der Zeit vom 5. bis zum 7. Tag nach Einreise durchführen lassen müssen, um eine Aufhebung der Quarantäne zu erreichen.

Maskenpflicht auch in den Rosenheimer Grundschulen

Die Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim beschränkt zudem Kontakte im öffentlichen Raum und begrenzt die Anzahl von Teilnehmern nicht öffentlicher Veranstaltungen und Versammlungen. Für das Landkreisgebiet gelten diese beiden Maßnahmen als dringende Empfehlungen.

Darüber hinaus wurden am 11. September zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen für Schulen und die Kindertagesbetreuung der Stadt Rosenheim durch das Gesundheitsamt angeordnet. Es gilt ab nächster Woche bis einschließlich 18. September für alle Schulen einschließlich der Grundschulen und Grundschulstufen der Förderzentren eine allgemeine Pflicht zum Tragen für Mund-Nasen-Bedeckung für alle auf dem Schulgelände befindlichen Personen – auch im Unterricht

Kitas müssen wieder feste Gruppen bilden

Für Kitas in der Stadt Rosenheim gilt ebenfalls ab nächster Woche folgende Regelung: Es können weiterhin alle Kinder die Einrichtung besuchen. Soweit Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umsetzten, müssen wieder feste Gruppen gebildet werden, um eine bessere Nachverfolgbarkeit im Falle eines Ausbruchsgeschehens zu erleichtern. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. 

Dr. Hierl erklärt dazu: „Wir haben hier eine zusätzliche Sicherheitsbarriere geschaffen, um zu verhindern, dass bislang unerkannte Erkrankungen in Schulen und Kindertagesstätten eingebracht werden." Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiere die Lage permanent. 

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