Tödlicher Absturz in Berchtesgadener Alpen: 6 Klettersicherungen reißen aus der Wand

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Am Freitagnachmittag (31. Juli) stürzte ein 24-jähriger Slowene beim Klettern ab und verunglückte tödlich. Der Mann war zusammen mit einem Landsmann beim Klettern an der Wartsteinwand in Oberjettenberg bei Bad Reichenhall unterwegs.

Bad Reichenhall – Die beiden laut Polizeimeldung erfahrenen Alpinisten begingen eine neue Alpintour mit dem Namen Mixed Arts, die sich dadurch auszeichnet, das sie in der Masse selbst abzusichern ist und sich im 7. Schwierigkeitsgrad (Mittelschwerer Sportklettergrad) bewegt.

Sechs mobile Sicherungen reißen bei 40-Meter-Sturz aus dem Fels

In der 6. Seillänge stieg der junge Mann vor und brachte zu seiner Sicherung sechs mobile Zwischensicherungen in der Tour an. Kurz vor erreichen seines nächsten Standplatzes brach ihm anscheinend ein Stück Fels aus und er stürzte ab. Dabei riss er alle angebrachten Zwischensicherungen aus dem Fels heraus und stürzte 40 Meter ins Seil. Bei dem Sturz erlitt er eine Kopfverletzung und war bewusstlos.

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Bei der Bergung durch die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger in Zusammenarbeit mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 konnte dann nur noch der Tod des abgestürzten Kletterers festgestellt werden. Die genaueren Umstände werden durch einen Polizeibergführer der Inspektion Berchtesgaden ermittelt.

Fliegerische Glanzleistung an der Wartsteinwand

Bei der Bergungsaktion mit dem Hubschrauber spricht die Polizei von einer „fliegerischen Glanzleistung" des Piloten von Christoph 14. Ihm sei es gelungen, alle Einsatzkräfte sicher zum Einsatzort und auch wieder zurück zu bringen. Dazu sei er teils in die Überhänge der Warsteinwand hinein geflogen.

Der tödlich verunglückte junge Mann war Mitglied einer slowenischen Alpinistengruppe, die sich zur Zeit zur Aus- und Fortbildung in den Berchtesgadener Alpen aufhält. Sein Seilpartner und die anderem Mitglieder der Gruppe wurden im Anschluss an die Bergung psychologisch betreut.

Rubriklistenbild: © Tobias Klein/dpa

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