Region trauert mit Mahnwachen um die Opfer von Hanau

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Mahnwache in Wasserburg. 

Nach dem Terroranschlag von Hanau sind bereits am Donnerstag deutschlandweit Mahnwachen abgehalten worden. Nun versammeln sich auch in der Region Menschen zum Gedenken an die Opfer. 

In Wasserburg leben Menschen aus 90 Nationen friedlich zusammen

Wasserburg (kr) – Auch Wasserburg wollte nach der Gewalttat von Hanau ein Zeichen setzen gegen Rassismus und rechten Terror, denn die Stadt ist seit jeher stolz auf das friedliche Beisammensein von Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft. 

Lesen Sie hier:  Nach Terror-Attacke: Auch am Sonntag Demonstration für die Opfer in Hanau

Am Donnerstagabend fanden sich aus diesem Grund gut 100 Bürgerinnen und Bürger nach einem spontanen Aufruf des Bündnisses wasserburg.bunt vor dem Rathaus ein, um gemeinsam im Rahmen einer Mahnwache der Hanauer Opfer zu gedenken und kollektive Trauer und Solidarität mit deren Angehörigen zu zeigen. 

Absage an Rassismus 

Unter ihnen war auch Jamila Schäfer, die stellvertretende Bundesvorsitzen-de von Bündnis90/Die Grünen, die eigentlich wegen einer anderen Veranstaltung in die Innstadt gekommen war. Sie verlas nach einer klaren Ab-sage an Rassismus und die Überhöhung eines völkischen Kollektivs die Namen der Hanauer Opfer. 

Von Ängsten nicht anstecken lassen, solle man sich, eine solche Tat dürfe sich nicht wiederholen. So und ähnlich äußerten sich die Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses wasserburg.bunt in ihren Beiträgen. 

20.02.2020, Hessen, Hanau: Trauernde nehmen an einer Mahnwache auf dem Marktplatz teil. Bei einem mutmaßlich rechtsradikalen und rassistischen Anschlag hat ein 43-jähriger Deutscher im hessischen Hanau mehrere Menschen und sich selbst erschossen. 

Bürgermeister Michael Kölbl freute sich über die zahlreiche Beteiligung. Zudem stellte er heraus, dass vor Ort 90 Nationen, also unterschiedlichste Kulturen und Religionen friedlich zusammenleben würden. Er wünschte sich auch für die Zukunft eine bunte, lebendige, und friedliche Gemeinschaft in der Stadt. kr 

Mehr dazu: Nach Bluttat in Hanau: Mahnwache im Allgäu - Menschen setzen klares Zeichen gegen Rassismus

"Trauer und Solidarität mit den Angehörigen"

21. Februar: 

Rosenheim/Wasserburg/Stephanskirchen –  Am Freitag, den 21. Februar, ist eine Mahnwache für die Opfer von Hanau in Wasserburg geplant. Veranstalter ist das Bündnis wasserburg.bunt, das dazu einlädt, um 18 Uhr vorm Wasserburger Rathaus "Trauer und Solidarität mit den Angehörigen" zu zeigen.

Lesen Sie hier:

Debatte über politische Konsequenzen nach Anschlag von Hanau

Keine politischen Veranstaltungen

In Stephanskirchen findet am Samstag, den 22. Februar, um 18 Uhr ein Gedenkkreis am Rathausplatz am Schlossberg statt. Pfarrer Fabian Orsetti und Pfarrer Reinhold Seibel werden den Kreis unterstützen. "Wir als Gemeinschaft müssen ein Zeichen setzen, dass Hass und Gewalt jeglicher Art, bei uns keinen Platz hat", sagen die Veranstalter. Sie weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich um keine politische Veranstaltung handelt. Die Teilnehmer können Teelichter und Blumen mitbringen.

Am Sonntag, 23. Februar, findet um 17 Uhr auf dem Max-Josef-Platz in Rosenheim eine Mahnwache für die Opfer und Hinterbliebenen des Attentats von Hanau statt. Die Veranstalter Angelika Graf und Abuzar Erdogan als Privatpersonen möchten, dass "damit von Rosenheim das Signal ausgeht: Wir gedenken der Opfer und setzen ein Zeichen gegen den rechten Terror." 

Die Mahnwache soll nicht länger als eine Stunde dauern.Es gibt eine entsprechende Facebook-Veranstaltung.

20.02.2020, Hessen, Hanau: Trauernde halten bei einer Mahnwache auf dem Marktplatz nach eigenen Angaben Fotos der Opfer. Bei einem mutmaßlich rechtsradikalen und rassistischen Anschlag hat ein 43-jähriger Deutscher im hessischen Hanau mehrere Menschen und sich selbst erschossen. 

Deutschland trauert

Bereits am Donnerstag wurden deutschlandweit Mahnwachen zum Gedenken an die Opfer des rechten Terroranschlags von Hanau abgehalten. 

In Hanau selbst lauschten rund 5.000 Menschen den Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky

- viele mit einem mulmigen Gefühl.

Nach dem Anschlag von Hanau hat Bundesinnenminister Horst Seehofer Rechtsextremismus als höchste Sicherheitsbedrohung für Deutschland bezeichnet. 

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